+++ Aktuelles +++

Informationstag im Waldorfkindergarten

Unser diesjähriger Tag der offenen Tür musste Corona-bedingt im Mai leider ausfallen.

Wir planen aber für den Samstag, 17. Oktober 2020 einen Informationstag für
interessierte Familien mit kleinen Kindern.

Wir, die Mitarbeiterinnen möchten, dass die Eltern an diesem Tag erspüren können,
was in unseren Gruppen im Waldorfkindergarten lebt. Dafür planen wir natürlich noch
Genaueres und werden rechtzeitig dazu einladen.

im Waldorf­kinder­garten Künzelsau, Kurze Gasse 11,
Künzelsau-Morsbach mit den Kindergärtnerinnen und Eltern
des Waldorfkindergartens

Nächste Veranstaltungen

Mo, 01. Jun. 2020, 11:45
Waldorfkindergarten Künzelsau

Bücherstube (FÄLLT BIS AUF WEITERES AUS)

Mo, 15. Jun. 2020, 19:30
im Waldorfkindergarten, UG

Mitgliederversammlung *** VERSCHOBEN – NEUER TERMIN ***

Was Kinder brauchen – Salutogenese

Erziehung und Bildungsziele in der Waldorfpädagogik für Kinder bis zur Schulfähigkeit


Kinder kommen als Individualitäten zur Welt, die sich mit ihren Begabungen, Neigungen, Interessen und auch Handicaps entwickeln und ihren eigenen Weg gehen wollen. Um diesen Prozess so gut wie möglich zu gestalten, brauchen sie kompetente erwachsene Vorbilder, liebevolle und sichere Beziehungsverhältnisse und ihre eigene Entwicklungszeit.

Kinder gehören nicht in das Zeitraster der Erwachsenenwelt und auch nicht in deren politische oder wirtschaftliche Zweckvorstellungen. Kinder sind lernfähige, lernfreudige und lernbereite Wesen. Ihre Entwicklungsfenster sind gerade in den ersten Kindheits- und Schuljahren besonders weit geöffnet. Daraus entsteht die Verantwortung, ihre Lebenswelt so zu gestalten, dass sie sich gesund entwickeln (Salutogenese) und

• die Welt in ihren Zusammenhängen erkennen lernen (Verstehbarkeit),
• Vertrauen in die eigenen wachsenden Kräfte und Fähigkeiten bekommen (Handhabbarkeit),
• die Sinnhaftigkeit des eigenen Handelns, Fühlens und Denkens entdecken.

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Grundlagen und Grundanliegen des Waldorfkindergartens

von Wolfgang Saßmannshausen


Übersicht:

  1. Begegnung als Grundmotiv des Waldorfkindergartens
  2. Die kindliche Äußerungsform: das freie Spiel
  3. Zum “Lernbegriff” des Waldorfkindergartens
  4. Sozialer Auftrag und Gestaltung des Organismus Kindergarten

1. Begegnung als Grundmotiv des Waldorfkindergartens


Nahezu überall auf der Welt gibt es heute Waldorfkindergärten (ca. 1.500, davon ein Drittel in Deutschland); ihre Erscheinungsformen sind vielfältig: als “klassische” Kindergärten, als Tagesstätten, als Mutter-Kind- und Spielgruppen, als Krabbelgruppen, als Einrichtungen, die das Kind im Schulalter integrieren, als heil- und sonderpädagogische Einrichtungen, als Einrichtungen, in denen Kinder mit unterschiedlichen Entwicklungsschicksalen zusammenleben.

Wenn auch die meisten Waldorfkindergärten rechtlich selbständige Organisationsformen besitzen, besteht auch hier eine differenzierte Vielfalt: so gibt es Kindergärten in staatlicher oder städtischer Trägerschaft oder in der rechtlich-sozialen Zusammenarbeit mit Waldorfschulen.

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Der Kindheit Raum lassen

Festvortrag

zum 10-jährigen Jubiläum und zur Einweihung des neuen Domizils des Waldorfkindergartens in Künzelsau-Morsbach
von der Kindergärtnerin Evi Wolpert

 

Das Kind findet Beachtung – aber es geht ihm nicht gut

Kinder werden heute ernst genommen und finden große Beachtung. Ganze Industriezweige produzieren für sie. Fernseh- und Computerprogramme sind speziell für die Kinder gemacht. Es gibt weit gestreute fördernde Angebote. Es gibt Kinderuniversitäten. Wir haben neue Forschungsergebnisse, beratende Literatur, Erziehungsberatungsstellen und zahlreiche Therapien. Dennoch geht es den Kindern heute nicht gut. Ich weiß nicht, ob Sie die Meldungen in der Presse verfolgen. Die sprachliche Entwicklung unserer Kinder ist zunehmend gestört. Die Straftaten der Jugendlichen nehmen zu. Die körperliche und seelische Gesundheit der Kinder ist besorgniserregend. Ich will nur wenige Beispiele nennen: Bewegungsmangel, Allergien, Fettsucht, Magersucht, Rheuma, Unruhe, Angst und Depression.

Was ist es, was die Entwicklung unserer Kinder so stört?

DIE KINDHEIT BRAUCHT RAUM.

 
Raum seelischer Geborgenheit-Beziehung

Das Kind bedarf eines seelischen geborgenen Raumes. Es braucht zumindest eine Bezugsperson, die sich liebevoll kümmert, die ein wirkliches Interesse an dem kleinen Wesen hat und es in seinem so sein ganz annimmt und ernst nimmt. Auch dann, wenn es heranwächst und in dem einen oder anderen nicht ganz den Idealvorstellungen entspricht. Michaela Glöckler weist darauf hin, wie wichtig es ist, weder die Höchstleistung, noch das Versagen in den Vordergrund zu stellen und darauf zu achten, nicht mehr vom Kinde zu fordern, als es leisten kann. Das Kind braucht einen Menschen, der ganz hinter ihm steht, der ihm Halt gibt und es dennoch in seinem eigenen Willen achtet. Es braucht keine Laissez-faire-Erziehung, sondern Grenzen, damit es sich in deren Schutze frei entfalten kann.

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